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Blaswirkung beim Bolzenschweissen Mit Blaswirkung wird die seitlich Ablenkung des Lichtbogens aus der zentralen Lage bezeichnet. Dies zeigt sich durch eine einseitige verstärkte Anschmelzung und einen auf der anderen Seite nur kleinen oder nicht geschlossenen Schweisswulst. Mit der Blaswirkung nimmt auch die Porenbildung im Schweissgut zu, da verstärkt Stickstoff der Luft in den Lichtbogen eingewirbelt wird. Bei großen Bolzen ist eine starke Blaswirkung am unruhigen Geräusch während des Schweissens und an starken Spritzern zu erkennen. In ungünstigen Fällen können sich Spritzer zwischen Bolzenschaft und Keramikring festsetzten und das Eintauchen des Bolzens verhindern. Entsprechend der Ursache werden folgende Blaswirkungen unterschieden: Magnetische Blaswirkung Man spricht von magnetischer Blaswirkung wenn der Lichtbogen von magnetischen oder          elektromagnetischen Feldern abgelenkt wird. Massnahmen zu Reduzierung:     - Strom im Blech möglichst symetrisch durch zwei Masseklemmen zur Schweissstelle führen     - Beide Masseklemmen am blanken Blech (oder Schweisstisch) fest anziehen     - Bei Anbringung der Masseklemmen am Schweisstischen müssen die Auflageflächen blank und plan sein     - Beim Schweissen am Rand Ausgleichsmasse anlegen - auf guten Kontakt achten   Thermische Blaswirkung Man spricht von thermischer Blaswirkung wenn der Lichtbogen durch die Ausdehnung und Turbulenz erhitzter Gase im Lichbogenbrennraum abgelenkt wird Massnahmen zu Reduzierung:    - möglichst genaue Zentrierung von Bolzen und Keramikring    - passende Keramikringe verwenden
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